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Eselreiten im Duttipark

«Begegnung mit den glücklichsten Eseln der Schweiz»

«Die Eselchen, aus Spanien importiert, sind also in gewissem Sinne auch Migros-Mitarbeiter. Früher pflegten sie auch an Samichlaustagen als Begleiter des Nikolaus vor den Zürcher Migros-Märkten zu trippeln. Die Verkehrsstauungen, die sie verursachten, waren aber so gross, dass man die zierlichen Graufelle aus der «public relation» (…) zurückziehen musste.»

«Im Winter haben sie eine eher stille Zeit, ab Ostern beginnt für die zierlichen Langohren die Saison als Reittiere.»

«Offiziell sind es fünf Vertreter der sardischen Rasse, die in Spanien gekauft wurden und auf die Namen Carmen, Lucia, Primo, Kobra und Bartolo hören.»
«… den temperamentvollen Kobra, der so heisst, weil er gerne beisst und folglich einen Maulkorb tragen muss, wenn er die Kinder im Park spazieren führt.»

«Von allem Anfang an haben sie Leben und Bewegung in ihre neue Heimat gebracht. Als sie im Herbst 1953, nach sechs Monaten Wartezeit, endlich am Bahnhof Rüschlikon eintrafen, rannte die ganze Dorfjugend zusammen, vergass das Tschuten, die Schulaufgaben, das Nachtessen und stritt sich um die Gunst, das Trüpplein Langohren in den Park hinaufzubegleiten. Worauf die Esel, die diesem Begeisterungssturm nicht gewachsen waren, am Parkeingang rechtsumkehrt machten und hinab zur Station zurücktrabten.»

«Die fünf Tiere haben überhaupt einen erzieherischen Wert. Wer die Schulaufgaben nicht gemacht hat, darf sich nicht als Eselsführer melden. Wer etwa eine Scheibe einschlägt oder sonst einen Unfug anzettelt, wir ein paar Tage lang vom Parkbesuch suspendiert – eine grausame Strafe!»

«Für die Kinder von Zürich und Umgebung sind die fünf Esel der Höhepunkt des Parks, mindestens so interessant wie das Schwimmbassin und der Robinson-Spielplatz, lebendiges Spielzeug, das man nicht nur streicheln, füttern und liebhaben, sondern auch zum Reiten benutzen darf (wobei dann die (...) Eselsführer in Aktion treten, indem sie den berittenen Esel am Zügel durch Wiesen und Auen begleiten).»

Auszüge aus der Hauszeitung Nr. 31 vom April 1958, herausgegeben vom Migros-Genossenschafts-Bund, Zürich.